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Von links: Geschäftsstellenleiter Dr. Kuepper, MdL Michael Scheffler, Gordan Dudas MdL und Ulrich Leppert im Gespräch
Landtagsabgeordnete besuchten das bfw Unternehmen für Bildung in Lüdenscheid
Auf Einladung des Geschäftsführers des Berufsfortbildungswerkes in Düsseldorf, Reinhold Petermann, besuchten die Landtagsabgeordneten Gordan Dudas aus Lüdenscheid und Michael Scheffler aus Iserlohn das Berufsfortbildungswerk an der Heedfelderstraße. Die Bildungsstätte bildet neben Werkzeugmechanikern, Zerspanungsmechanikern und Schweißern die gesamte Palette der kaufmännischen Berufe aus und führt Qualifizierungen für Berufsrückkehrer/innen durch.
Die Landtagsabgeordneten konnten sich auf einem Rundgang von den vielfältigen Möglichkeiten des Berufsfortbildungswerkes, um Fachkräfte auszubilden, überzeugen. „ Diese Region braucht gut ausgebildete Fachkräfte, um im Wettbewerb bestehen zu können. Hierzu leistet das bfw-Unternehmen einen guten Beitrag“, so Michael Scheffler im anschließenden Gespräch mit den Verantwortlichen aus der Region. Bildungsstättenleiter Ulrich Leppert erläuterte, dass gerade in den letzten Jahren beim bfw-Unternehmen für Bildung immer mehr Teilnehmer nachqualifiziert werden, um die externe Prüfung zum Berufsabschluss zu bestehen. Gordan Dudas betonte, dass ein Ausbildungsabschluss auf Dauer vor Arbeitslosigkeit schützt. Er forderte gerade junge Menschen auf, die vielfältigen Bildungsmöglichkeiten zu nutzen und betonte, dass dies auch ein wichtiges Ziel der Landesregierung sei.

Unser Ziel: Verfahrensmechaniker!
Perspektiven schaffen, Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen und die Qualität im Stahlwerk noch weiter vorantreiben – mit diesen Zielen lassen sich 13 Stahlwerker seit November am Berufsfortbildungswerk Unna zum Verfahrensmechaniker Hütten-/Halbzeugindustrie ausbilden.
Auch im Rahmen des Umbaus im Stahlwerk gilt: Die Qualität der Produkte geht auch in Zukunft nur über das Fachwissen und das Engagement unserer Mitarbeiter. Die zukünftig veränderten Arbeitsabläufe und Prozesse erfordern ein höheres Maß an Fach- und Hintergrundwissen. Dies war der Antrieb für den Leiter des Gießbetriebs, Uwe de Fries, seine Mitarbeiter durch Qualifizierung auf die Anforderungen der Arbeitsplätze nach dem Umbau vorzubereiten: Mit Unterstützung des Betriebsrats, des Netzwerks Nachqualifizierung Gießen Lahn-Dill und der Arbeitsagentur Wetzlar hat die Personalentwicklung von Buderus Edelstahl die umfangreichste Nachqualifizierung organisiert, die im Lahn-Dill-Kreis bisher von der IHK geprüft wurde. 13 Kollegen aus dem Gießbetrieb des Stahlwerks werden seit Anfang November in Unna zum IHK-geprüften Verfahrensmechaniker Hütten- und Halbzeugindustrie ausgebildet.
Die Inhalte der Ausbildung ergänzen die bereits vorhandene praktische Erfahrung der Teilnehmer perfekt: Themen wie Steuerungs- und Regelungstechnik, Elektrotechnik, Pneumatik oder Hydraulik bilden die theoretische Basis für den anschließenden qualifizierten Einsatz im Stahlwerk. Sylke Trense vom Netzwerk Nachqualifizierung Gießen Lahn-Dill hat die Arbeitsgruppe von Beginn an beraten. Die Bundesinitiative hat zum Ziel, die Arbeitsplatzerhaltung von Mitarbeitern durch gezielten Wissensaufbau zu fördern. Durch die Erfahrung in anderen ähnlichen Projekten kennt sie die Herausforderungen einer solchen Qualifizierung:
Der Ausbildungspartner von Buderus Edelstahl ist das Berufsfortbildungswerk Unna. Als einziger Bildungsträger in ganz Deutschland bietet der Bildungsträger an, berufserfahrene Erwachsene in neun Monaten auf die Externenprüfung (IHK) zum Verfahrensmechaniker Hütten-/Halbzeugindustrie vorzubereiten. Der Standort im 170 km entfernten Unna verfügt über umfassend ausgestattete eigene Werkstätten, internetbasierte Lernplattformen und modernste Unterrichtstechnik. Thomas Wette, Leiter des Berufsfortbildungswerks: „Wir sind darauf spezialisiert, Menschen zu qualifizieren, die schon lange im Berufsleben stehen und denen Lernsituationen inzwischen eher fremd sind. Unsere Quote spricht für sich: Bisher haben alle unsere Kursteilnehmer bis auf zwei krankheitsbedingte Fälle die IHK-Prüfung bestanden!“
Auch die Arbeitsagentur in Wetzlar unterstützt das Vorhaben: Die Qualifizierung trägt zum Erhalt von Arbeitsplätzen bei, daher werden sieben Teilnehmer in das WeGeBau-Programm aufgenommen und Buderus Edelstahl erhält eine finanzielle Unterstützung für die Weiterbildung.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Im Sommer 2013 gibt es für das Stahlwerk 13 ausgebildete Verfahrensmechaniker mehr, die ihre langjährige berufliche Erfahrung mit fundiertem Fachwissen untermauert haben und einen Facharbeiterbrief der IHK in den Händen halten. „Da kommen motivierte und qualifizierte Mitarbeiter wieder - genau das, was wir brauchen!“ so Uwe de Fries.
Der Zeitplan für die Qualifizierung war jedoch sportlich: Im September wurden die ersten Gespräche in Richtung Weiterbildung intern geführt. Damit die Kollegen ihre Prüfung im Sommer 2013 ablegen können, musste der Kurs im November starten. So kurzfristig eine Gruppe von Mitarbeitern für die Qualifizierung zusammen stellen, die von heute auf morgen bis zum nächsten Sommer in Unna leben und lernen? Die ihre Familie und Freunde nur am Wochenende sehen? Aus dem gewohnten Leben raus und sich nach langjähriger Berufserfahrung noch einmal auf eine Lernsituation einstellen? Kurzfristig haben Frau Söhngen und Frau Rosa aus der Personalentwicklung gemeinsam mit dem Betriebsrat, Frau Trense und dem BfW Unna Informationsveranstaltungen ausgerichtet, Einzelgespräche geführt und waren in ständiger Kommunikation mit dem Berufsfortbildungswerk in Unna, der Arbeitsagentur Wetzlar und der IHK Lahn-Dill. Durch das Engagement aller Beteiligten konnte die Qualifizierung innerhalb kürzester Zeit organisiert werden. In nur wenigen Wochen haben das Stahlwerk und die Personalentwicklung eine motivierte Gruppe aus verschiedenen Schichten des Gießbetriebs zusammenstellen können, die sich auf dieses Wagnis einlässt. Mittlerweile büffeln die Kollegen gemeinsam Mathe, Physik und weitere technische Grundlagen. Thorsten Crass, Kokillenmann aus dem Gießbetrieb: „Am Anfang war ich schon skeptisch: Meine Schulzeit ist schon länger her und nun soll ich aus dem Stahlwerk raus und noch mal die Schulbank drücken? Aber der dadurch mögliche Abschluss ist es mir wert! Meine Familie unterstützt mich und wir können uns hier auch gut gegenseitig helfen.“ Frau Söhngen und Frau Rosa aus der Personalentwicklung halten engen Kontakt zum Berufsfortbildungswerk und erkundigen sich jede Woche, wie es den Kollegen geht. „Die Gruppe arbeitet unglaublich engagiert an ihrem Ziel und es ist eine große Hilfsbereitschaft untereinander da. Ich bin überzeugt, dass wir im nächsten Jahr alle Kollegen mit einem fundierten Fachwissen und ihrem Facharbeiterbrief in den Händen wieder bei uns willkommen heißen dürfen.“ so Susanne Söhngen, Teamleiterin der Personalentwicklung.

Fördermittel der EU ermöglichen erfolgreichen IHK-Abschluss
(Dortmund) Im Rahmen einer Abschlussveranstaltung bei der IHK zu Dortmund haben
gestern, am 31.05.2012, sieben Teilnehmer des EGF-Programms offiziell ihre
Qualifizierung zum Maschinen- und Anlagenführer (IHK) erhalten. Bei dem Programm
handelte es sich um ein von der EU in Zusammenarbeit mit der PEAG Transfer GmbH
durchgeführtes Projekt, das beim bfw Unternehmen für Bildung in Unna durchgeführt wurde
und mit Mitteln aus dem Europäischen Globalisierungsfonds
(EGF) finanziert wurde.
Mit dem Erhalt des Abschlusszeugnisses ist es offiziell: Die Prüfungen sind bestanden und
sieben Teilnehmer des EGF-Projektes haben ihre Qualifizierung zum Maschinen- und
Anlagenführer innerhalb von acht Monaten erfolgreich abgeschlossen.

Arbeitnehmer von Wickeder Westfalenstahl beginnen eine Umschulung zum Maschinen- und Anlagenführer
Die Wickeder Westfalenstahl GmbH hat das Weiterbildungsangebot der Bundesagentur für Arbeit angenommen und fördert erneut die Weiterbildung ihrer Beschäftigten. Bereits im Jahr 2009 hatte die Wickeder Westfalenstahl GmbH mit einer großen Qualifizierungsoffensive und durch die tatkräftige Unterstützung der Arbeitsagentur Soest, des Berufsfortbildungswerks (bfw) Unna, der IHK Arnsberg und ihrer Arbeitnehmervertretung viele Mitarbeiter in wirtschaftlich schwierigen Zeiten qualifiziert und damit für das Unternehmen attraktiver gemacht.
Qualifizierung ist ein wichtiger Bestandteil für das Unternehmen. Aus diesem Grund freut sich Wickeder Westfalenstahl sehr, auch in diesem Jahr mit der Unterstützung der Arbeitsagentur Soest und des Berufsfortbildungswerks Unna eine Umschulung zum Maschinen- und Anlagenführer im Rahmen des WeGebAU Programms anbieten zu können. Diese Qualifizierung beinhaltet für die Mitarbeiter die (einmalige) Chance, einen bisher nicht erlangten Berufsabschluss nachzuholen. Dementsprechend war das Interesse an der Weiterbildung auch dermaßen groß, dass bislang leider nicht alle interessierten Mitarbeiter in die Fortbildung gehen konnten. Aber: Acht interessierte Mitarbeiter haben diese Chance erhalten!
Am Mittwoch, 01.02.2012, wurde der Beginn der Maßnahme mit einer offiziellen Auftaktveranstaltung im Berufsfortbildungswerk Unna begonnen. Eingeladen waren Vertreter der Arbeitsagentur Soest, des Berufsfortbildungswerks und natürlich die Geschäftsführung sowie der Betriebsrat der Wickeder Westfalenstahl GmbH. Die Begrüßungsworte wurden von Herrn Wette (Leiter Bildungsstätte bfw Unna), Herrn Dr. Langer (operativer Geschäftsführer der Arbeitsagentur Soest), Herrn Quenkert (Teamleiter Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur Soest) und Herrn Dr. Platt (Vorsitzender der Geschäftsführung Wickeder Westfalenstahl GmbH) gesprochen. Weiterhin anwesend: Herr Sumpmann Arbeitsagentur Soest (Teamleiter Arbeitnehmer der Arbeitsagentur Soest), Herr Dr. Küpper (Geschäftsstellenleiter bfw, Berufsfortbildungswerk), Herr Kleingarn (Ausbilder der Berufsbildungsstätte Unna, Berufsfortbildungswerk), Herr Dr. Lingenberg (Leiter Personal/ Recht, Wickeder Westfalenstahl GmbH), Herr Hannig (Betriebsratsvorsitzender), Herr Karpowitz (stellv. Betriebsratsvorsitzender) sowie Frau Kaiser (Leiterin Personalentwicklung).
Die Verantwortlichen freuen sich über diese Qualifizierung und unterstützen die Mitarbeiter bei ihrer Umschulung.
Das Unternehmen:
Die Wickeder Westfalenstahl GmbH ist Weltmarktführer für plattierte Werkstoffe (Verbundmaterialien, die aus 2 oder 3 unterschiedlichen Metalllagen bestehen) und befindet sich unter den Top 5 Kaltbandherstellern in Europa. Hauptkunden sind weiterverarbeitende Betriebe fast aller Branchen - von der Automobilindustrie und der Elektrotechnik bis hin zur Möbel- und Beschlagindustrie. Das 1913 gegründete Unternehmen hat Werke in Europa, Amerika und Asien. Am Hauptsitz in Wickede an der Ruhr sind zurzeit rund 320 Mitarbeiter beschäftigt. Seit 1969 bildet das Unternehmen aus und bietet verschiedene Ausbildungsberufe wie Industriekaufmann, Verfahrensmechaniker, Fachinformatiker, Betriebswirt B.A., Werkstoffprüfer und Fachkraft für Lagerlogistik an.
Aus Westfälische Rundschau vom 14.7.2011
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