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Weiterbildung ist mehrWert
Weiterbildung ist mehrWert
1. Weiterbildung ist »Mehrwert«:
Von lernaktiven Menschen profitiert die gesamte Gesellschaft.
2. Weiterbildung ist »mehr wert«:
Sie verdient mehr öffentliche Anerkennung, Wahrnehmung
und Mittelausstattung.
Gesellschaft und Wirtschaft stehen vor vielfältigen Herausforderungen. Weiterbildung
fördert und stärkt die dafür notwendige Bereitschaft der Menschen
zum lebensbegleitenden Lernen. Sie bietet Chancen zur Integration sozial und
bildungsbenachteiligter Bevölkerungsgruppen, zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit
und zur Linderung des Fachkräftemangels. Mit ihren Angeboten
macht sie gesellschaftliche Teilhabe möglich.
Weiterbildung ist mehrWert, weil sie lebensbegleitendes Lernen ermöglicht
Weiterbildung bildet die Klammer für eine Bildung, die alle Lebensphasen umfasst.
Weiterbildung macht es möglich, die noch unzureichende schulische Vorbereitung der
Menschen auf das lebensbegleitende Lernen zu kompensieren. Weiterbildung bietet die
Chance, die Kluft zwischen Bildungsgewinnern und Bildungsverlierern im Verlaufe des
Erwachsenenlernens zu schließen und damit einen Beitrag zur gesellschaftlichen Integration
zu leisten. Sind Menschen erst einmal in der Weiterbildung angekommen, schließen
sich mit hoher Wahrscheinlichkeit weitere Lernaktivitäten an. So führt Weiterbildung
zu lebensbegleitendem Lernen.
Weiterbildung ist mehrWert, weil sie integriert
Weiterbildung fördert soziale Integration.
Das bewirkt sie mit Alphabetisierungsangeboten,
mit Angeboten in der allgemeinen und politischen Weiterbildung, mit öffentlich geförderter
beruflicher Weiterbildung oder mit Integrationskursen. Die jüngere, vor allem
internationale Forschung zeigt, dass Lernen in allen Lebensphasen soziale Integrationsleistungen
für Gesellschaften erbringt, soziale Kontakte fördert, Vertrauen in die eigenen
Ressourcen stärkt und so hilft, das eigene Leben (wieder) aktiv zu gestalten. Diese Effekte
sind bei benachteiligten Gruppen sogar noch deutlicher.
Weiterbildung ist mehrWert, weil sie Beschäftigungsfähigkeit erhält und die
Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen verbessert
Weiterbildung nimmt die Herausforderungen der globalisierten Arbeitswelt auf. In Europa
und weltweit stehen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor zunehmenden Anforderungen
an ihre Mobilität. Hier fördert Weiterbildung die Vermittlung von sozialen,
personalen und fachlichen Kompetenzen für den Wirtschaftsprozess. Sie leistet damit
ihren Beitrag, Ausgrenzungsrisiken der erwerbsfähigen Menschen zu vermindern oder
gar zu vermeiden. Darüber hinaus eröffnen sich durch Weiterbildung für Arbeitnehmerinnen
und Arbeitnehmer neue berufliche Entwicklungschancen. Für Unternehmen lindert
Weiterbildung den Fachkräftemangel. Sie fördert mit gut ausgebildeten Fachkräften, die
auf dem neuesten wissenschaftlichen und technologischen Stand sind, die unternehmerische
Wettbewerbsfähigkeit und damit den Wirtschaftsstandort Deutschland.
Weiterbildung ist mehrWert, weil sie die Teilhabe am öffentlichen Leben stärkt
Weiterbildung regt zum ehrenamtlichen und politischen Engagement an. Sie eröffnet die
Chance, sich für Aufgaben im öffentlichen Leben zu qualifizieren. Dafür vermittelt insbesondere
die politische Bildung Fähigkeiten und Kenntnisse. Weiterbildung macht toleranter
gegenüber Minderheiten und fördert die Bereitschaft, sich für das Gemeinwesen
und die demokratische Gesellschaft einzusetzen. Weiterbildung ist auch Wissensvermittlung.
Wenn sie Kenntnisse über komplexe Sachverhalte vermittelt, gibt sie den Menschen
Orientierungshilfe und macht sie damit handlungsfähiger. Weiterbildung stärkt damit die
Teilhabebereitschaft am gesellschaftlichen und politischen Leben.
Folgerungen
Um diese Ziele zu erreichen, braucht Weiterbildung Investitionen durch Staat, Wirtschaft,
Gesellschaft und Einzelne. Die aktuellen Kürzungen im Bereich der öffentlich geförderten
Weiterbildung sind kontraproduktiv und müssen zurückgenommen werden. Im
Gegenteil: Es bedarf dringend Investitionen in verlässliche und nachhaltige Weiterbildungsstrukturen
für alle Weiterbildungsbereiche mit einem flächendeckenden und unabhängigen
Beratungssystem.
Die positiven Effekte von Weiterbildung für Gesellschaft, Individuen und Unternehmen
werden bisher noch zu wenig beachtet. Sie müssen auch noch gründlicher erforscht werden.
Insgesamt verdient die Weiterbildung mehr öffentliche Anerkennung und Aufmerksamkeit.
Dafür steht der 4. Deutsche Weiterbildungstag 2012!
Verbraucherpreise in NRW um 1,7 Prozent höher als ein Jahr zuvor
Verbraucherpreise in NRW um 1,7 Prozent höher als ein Jahr zuvor
Düsseldorf (IT.NRW). In Nordrhein-Westfalen ist der Verbraucherpreisindex zwischen April 2011 und April 2012 um 1,7 Prozent auf 112,1 Punkte (Basisjahr 2005 = 100) gestiegen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, ist damit der Preisindex um 0,2 Prozent höher als im Vormonat (März 2012).
Im Vergleich zum Vorjahr (April 2011) stiegen insbesondere die Preise für Kraftstoffe (+7,7 Prozent) und Beherbergungsdienstleistungen (+7,3 Prozent; darunter für Übernachtungen mit Frühstück: +9,8 Prozent). Auch Haushaltsenergien (+5,8 Prozent; darunter Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme: +10,5 Prozent) und Tabakwaren
(+6,4 Prozent) verteuerten sich überdurchschnittlich.
Preisgünstiger als im April 2011 waren hingegen Dienstleistungen der Kreditinstitute (-11,3 Prozent).
Gegenüber dem Vormonat (März 2012) zogen vor allem die Preise für Frischobst (+5,2 Prozent) und Flugreisen (+3,0 Prozent) an.
Preisrückgänge gab es bei Frischgemüse (-11,8 Prozent) und Heizöl (-2,1 Prozent). (IT.NRW)
Unterdurchschnittliche Verdienste in der Leiharbeitsbranche
NRW: Unterdurchschnittliche Verdienste in der Leiharbeitsbranche
Düsseldorf (IT.NRW). Vollzeitbeschäftigte in der Leiharbeitsbranche in Nordrhein-Westfalen erzielten im Jahr 2011 einen durchschnittlichen Bruttojahresverdienst von 22 777 Euro.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, lagen ihre Verdienste je nach Qualifikation und ausgeübter Tätigkeit zwischen 20 und 40 Prozent unter dem Durchschnitt der Beschäftigten aller Wirtschaftszweige. Einzige Ausnahme bildeten leitende Angestellte in der Leiharbeitsbranche, deren durchschnittliche Jahresgehälter (82 487 Euro) um 1,8 Prozent unter denen aller Führungskräfte (84 007 Euro) lagen.
Insgesamt betrachtet lagen die Verdienste in der Zeitarbeitsbranche nur bei etwa der Hälfte des gesamtwirtschaftlichen Durchschnittseinkommens (45 753 Euro).
Der Verdienstabstand von 50 Prozent im Branchendurchschnitt liegt in der besonderen Tätigkeitsstruktur des Zeitarbeitssektors begründet: 61 Prozent der hier Vollzeitbeschäftigten waren un- oder angelernte Kräfte, die in der Regel nur mit einfacheren Tätigkeiten betraut werden. Im Durchschnitt aller Wirtschaftszweige lag der Anteil der un- und angelernten Kräfte an allen Vollzeitbeschäftigten in Nordrhein- Westfalen bei vergleichsweise niedrigen 20 Prozent. (IT.NRW)
(80 / 12) Düsseldorf, den 27. April 2012
Azubi-Gehälter legen deutlich zu
Tarifliche Ausbildungsvergütungen 2011: Azubi-Gehälter legen deutlich zu
708 € brutto im Monat verdienten die Auszubildenden 2011 durchschnittlich in Westdeutschland. Die tariflichen Ausbildungsvergütungen erhöhten sich um 2,9 % und damit stärker als im Jahr 2010 mit 1,3 % (siehe Schaubild 1). In Ostdeutschland stiegen die tariflichen Ausbildungsvergütungen 2011 sogar um 4,9 % auf durchschnittlich 642 € im Monat - und somit ebenfalls deutlich mehr als im Jahr zuvor (2,9 %). Der Abstand zum westlichen Tarifniveau hat sich weiter verringert: Im Osten werden jetzt 91 % der westlichen Vergütungshöhe erreicht (2010: 89 %). Für das gesamte Bundesgebiet lag der tarifliche Vergütungsdurchschnitt 2011 bei 700 € pro Monat und damit um 3,2 % über dem Vorjahreswert von 678 €. Zu diesen Ergebnissen kommt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in der Auswertung der tariflichen Ausbildungsvergütungen für das Jahr 2011.
Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt 2011
Steigendes Ausbildungsplatzangebot - Mehr unbesetzte Lehrstellen - Viele Jugendliche weiterhin auf der Suche
Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt 2011
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt für die Jugendlichen weiter verbessert. Nach den Ergebnissen der Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) über die neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge ist das Gesamtangebot an Ausbildungsplätzen im Vergleich zu 2010 um über 20.000 gestiegen. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge stieg um rund 10.000 (+1,8 %) auf über 570.000. Für die Betriebe war es 2011 so schwierig wie seit rund 15 Jahren nicht mehr, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen: knapp 30.000 (rund 5 %) blieben unbesetzt (+10.000 im Vergleich zum Vorjahr). Gleichwohl bleiben immer noch mehr Jugendliche bei ihrer Lehrstellensuche erfolglos, als Ausbildungsplätze nicht besetzt werden konnten. Rund 76.700 Jugendliche (darunter knapp 11.600 ohne und rund 65.100 mit alternativer Verbleibsmöglichkeit) waren zum Abschluss des Berichtsjahres 2011 (Ende September) immer noch auf Ausbildungsplatzsuche (-9,3 % im Vergleich zum Vorjahr).
Die demografische Entwicklung machte sich auch 2011 auf dem Ausbildungsmarkt bemerkbar. Die Zahl der Haupt- und Realschulabgänger/-innen - Hauptklientel der dualen Berufsausbildung - sank gegenüber dem Vorjahr um rund 19.700 und lag mit 549.100 bereits um rund 165.000 niedriger als noch vor sieben Jahren. Die doppelten Abiturientenjahrgänge in Bayern und Niedersachsen sowie die Aussetzung des Wehr- und Zivildienstes führten 2011 nur zu einer leichten Erhöhung der Nachfrage.
Eine wachsende Herausforderung stellen regionale Ungleichgewichte auf den Ausbildungsmärkten dar. Bewerber/-innen leben oft nicht dort, wo genügend Lehrstellen sind - und umgekehrt. Zu den Regionen mit einem Überhang an Ausbildungsplatzangeboten und einem Bewerbermangel zählen unter anderem der durch den Ostseetourismus geprägte Arbeitsagenturbezirk Stralsund (120 Angebote je 100 Nachfrager), darüber hinaus die Bezirke Annaberg (110 Angebote), Rostock (108), Passau, Schwandorf (je 106) und Traunstein (105). Weniger Ausbildungsplatzangebote im Vergleich zur Zahl der ausbildungsinteressierten Jugendlichen gab es dagegen zum Beispiel in den Regionen Herford und Helmstedt (je 81 Angebote je 100 Nachfrager), Solingen, Bremerhaven und Recklinghausen (jeweils 82).
Neben regionalen kam es erneut auch zu beträchtlichen beruflichen Ungleichgewichten. Jugendliche, die sich zum Beispiel für die Berufe Tierpfleger/-in (54 Ausbildungsplatzangebote je 100 Nachfrager), Gestalter/-in für visuelles Marketing (62 Angebote) sowie Mediengestalter/-in Bild und Ton (63 Angebote) interessieren, konnten ihre Wünsche häufig nicht realisieren. Dagegen blieben in den Berufen Restaurantfachmann/-frau (124 Angebote je 100 Nachfrager), Fachmann/-frau für Systemgastronomie (121 Angebote) und Fachverkäufer/-in im Lebensmittelhandwerk (113 Angebote) viele Lehrstellen unbesetzt. Für diese Ungleichgewichte spielen nach den Analysen des BIBB verschiedene Gründe eine Rolle - unter anderem das von Jugendlichen vermutete gesellschaftliche Image einzelner Berufe, ungünstige betriebliche Ausbildungsbedingungen sowie die mitunter beklagten unzureichenden Ausbildungsvoraussetzungen der Jugendlichen.
"Um alle Potenziale zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses erschließen zu können, müssen die Betriebe ihr Ausbildungsmarketing auf hohem Niveau halten", so BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser. "Dazu gehören unter anderem eine qualitativ hochwertige Ausbildung, attraktive Rahmenbedingungen und ein frühzeitiger Kontakt zu den Jugendlichen." Ziel müsse es darüber hinaus sein, die systematische Berufsorientierung und Berufseinstiegsbegleitung flächendeckend zu etablieren.
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