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Verbraucherpreise in NRW um 1,7 Prozent höher als ein Jahr zuvor

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Verbraucherpreise in NRW um 1,7 Prozent höher als ein Jahr zuvor

 

Düsseldorf (IT.NRW). In Nordrhein-Westfalen ist der Verbraucherpreisindex zwischen April 2011 und April 2012 um 1,7 Prozent auf 112,1 Punkte (Basisjahr 2005 = 100) gestiegen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, ist damit der Preisindex um 0,2 Prozent höher als im Vormonat (März 2012).

 Im Vergleich zum Vorjahr (April 2011) stiegen insbesondere die Preise für Kraftstoffe (+7,7 Prozent) und Beherbergungsdienstleistungen (+7,3 Prozent; darunter für Übernachtungen mit Frühstück: +9,8 Prozent). Auch Haushaltsenergien (+5,8 Prozent; darunter Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme: +10,5 Prozent) und Tabakwaren

(+6,4 Prozent) verteuerten sich überdurchschnittlich.

Preisgünstiger als im April 2011 waren hingegen Dienstleistungen der Kreditinstitute (-11,3 Prozent).

 

Gegenüber dem Vormonat (März 2012) zogen vor allem die Preise für Frischobst (+5,2 Prozent) und Flugreisen (+3,0 Prozent) an.

Preisrückgänge gab es bei Frischgemüse (-11,8 Prozent) und Heizöl (-2,1 Prozent). (IT.NRW)

 

 

Unterdurchschnittliche Verdienste in der Leiharbeitsbranche

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NRW: Unterdurchschnittliche Verdienste in der Leiharbeitsbranche

 

Düsseldorf (IT.NRW). Vollzeitbeschäftigte in der Leiharbeitsbranche in Nordrhein-Westfalen erzielten im Jahr 2011 einen durchschnittlichen Bruttojahresverdienst von 22 777 Euro.

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, lagen ihre Verdienste je nach Qualifikation und ausgeübter Tätigkeit zwischen 20 und 40 Prozent unter dem Durchschnitt der Beschäftigten aller Wirtschaftszweige. Einzige Ausnahme bildeten leitende Angestellte in der Leiharbeitsbranche, deren durchschnittliche Jahresgehälter (82 487 Euro) um 1,8 Prozent unter denen aller Führungskräfte (84 007 Euro) lagen.

 

Insgesamt betrachtet lagen die Verdienste in der Zeitarbeitsbranche nur bei etwa der Hälfte des gesamtwirtschaftlichen Durchschnittseinkommens (45 753 Euro).

Der Verdienstabstand von 50 Prozent im Branchendurchschnitt liegt in der besonderen Tätigkeitsstruktur des Zeitarbeitssektors begründet: 61 Prozent der hier Vollzeitbeschäftigten waren un- oder angelernte Kräfte, die in der Regel nur mit einfacheren Tätigkeiten betraut werden. Im Durchschnitt aller Wirtschaftszweige lag der Anteil der un- und angelernten Kräfte an allen Vollzeitbeschäftigten in Nordrhein- Westfalen bei vergleichsweise niedrigen 20 Prozent. (IT.NRW)

 

(80 / 12) Düsseldorf, den 27. April 2012

   

Azubi-Gehälter legen deutlich zu

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Tarifliche Ausbildungsvergütungen 2011: Azubi-Gehälter legen deutlich zu

708 € brutto im Monat verdienten die Auszubildenden 2011 durchschnittlich in Westdeutschland. Die tariflichen Ausbildungsvergütungen erhöhten sich um 2,9 % und damit stärker als im Jahr 2010 mit 1,3 % (siehe Schaubild 1). In Ostdeutschland stiegen die tariflichen Ausbildungsvergütungen 2011 sogar um 4,9 % auf durchschnittlich 642 € im Monat - und somit ebenfalls deutlich mehr als im Jahr zuvor (2,9 %). Der Abstand zum westlichen Tarifniveau hat sich weiter verringert: Im Osten werden jetzt 91 % der westlichen Vergütungshöhe erreicht (2010: 89 %). Für das gesamte Bundesgebiet lag der tarifliche Vergütungsdurchschnitt 2011 bei 700 € pro Monat und damit um 3,2 % über dem Vorjahreswert von 678 €. Zu diesen Ergebnissen kommt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in der Auswertung der tariflichen Ausbildungsvergütungen für das Jahr 2011.

   

Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt 2011

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Steigendes Ausbildungsplatzangebot - Mehr unbesetzte Lehrstellen - Viele Jugendliche weiterhin auf der Suche

Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt 2011

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt für die Jugendlichen weiter verbessert. Nach den Ergebnissen der Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) über die neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge ist das Gesamtangebot an Ausbildungsplätzen im Vergleich zu 2010 um über 20.000 gestiegen.  Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge stieg um rund 10.000 (+1,8 %) auf über 570.000. Für die Betriebe war es 2011 so schwierig wie seit rund 15 Jahren nicht mehr, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen: knapp 30.000 (rund 5 %) blieben unbesetzt (+10.000 im Vergleich zum Vorjahr). Gleichwohl bleiben immer noch mehr Jugendliche bei ihrer Lehrstellensuche erfolglos, als Ausbildungsplätze nicht besetzt werden konnten. Rund 76.700 Jugendliche (darunter knapp 11.600 ohne und rund 65.100 mit alternativer Verbleibsmöglichkeit) waren zum Abschluss des Berichtsjahres 2011 (Ende September) immer noch auf Ausbildungsplatzsuche (-9,3 % im Vergleich zum Vorjahr).

Die demografische Entwicklung machte sich auch 2011 auf dem Ausbildungsmarkt bemerkbar. Die Zahl der Haupt- und Realschulabgänger/-innen - Hauptklientel der dualen Berufsausbildung - sank gegenüber dem Vorjahr um rund 19.700 und lag mit 549.100 bereits um rund 165.000 niedriger als noch vor sieben Jahren. Die doppelten Abiturientenjahrgänge in Bayern und Niedersachsen sowie die Aussetzung des Wehr- und Zivildienstes führten 2011 nur zu einer leichten Erhöhung der Nachfrage.
Eine wachsende Herausforderung stellen regionale Ungleichgewichte auf den Ausbildungsmärkten dar. Bewerber/-innen leben oft nicht dort, wo genügend Lehrstellen sind - und umgekehrt. Zu den Regionen mit einem Überhang an Ausbildungsplatzangeboten und einem Bewerbermangel zählen unter anderem der durch den Ostseetourismus geprägte Arbeitsagenturbezirk Stralsund (120 Angebote je 100 Nachfrager), darüber hinaus die Bezirke Annaberg (110 Angebote), Rostock (108), Passau, Schwandorf (je 106) und Traunstein (105). Weniger Ausbildungsplatzangebote im Vergleich zur Zahl der ausbildungsinteressierten Jugendlichen gab es dagegen zum Beispiel in den Regionen Herford und Helmstedt (je 81 Angebote je 100 Nachfrager), Solingen, Bremerhaven und Recklinghausen (jeweils 82).


Neben regionalen kam es erneut auch zu beträchtlichen beruflichen Ungleichgewichten. Jugendliche, die sich zum Beispiel für die Berufe Tierpfleger/-in (54 Ausbildungsplatzangebote je 100 Nachfrager), Gestalter/-in für visuelles Marketing (62 Angebote) sowie Mediengestalter/-in Bild und Ton (63 Angebote) interessieren, konnten ihre Wünsche häufig nicht realisieren. Dagegen blieben in den Berufen Restaurantfachmann/-frau (124 Angebote je 100 Nachfrager), Fachmann/-frau für Systemgastronomie (121 Angebote) und Fachverkäufer/-in im Lebensmittelhandwerk (113 Angebote) viele Lehrstellen unbesetzt. Für diese Ungleichgewichte spielen nach den Analysen des BIBB verschiedene Gründe eine Rolle - unter anderem das von Jugendlichen vermutete gesellschaftliche Image einzelner Berufe, ungünstige betriebliche Ausbildungsbedingungen sowie die mitunter beklagten unzureichenden Ausbildungsvoraussetzungen der Jugendlichen.

"Um alle Potenziale zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses erschließen zu können, müssen die Betriebe ihr Ausbildungsmarketing auf hohem Niveau halten", so BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser. "Dazu gehören unter anderem eine qualitativ hochwertige Ausbildung, attraktive Rahmenbedingungen und ein frühzeitiger Kontakt zu den Jugendlichen."  Ziel müsse es darüber hinaus sein, die systematische Berufsorientierung und Berufseinstiegsbegleitung flächendeckend zu etablieren.

  Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge 2011 nach Arbeitsagenturbezirken und Zuständigkeitsbereichen 14.12.2011  10:00
Arbeitsagenturbezirk Gesamt Industrie und Handel Handwerk Öffentlicher Dienst Land-wirtschaft Freie Berufe Haus-wirtschaft See-schifffahrt
Anzahl Anzahl % Anzahl % Anzahl % Anzahl % Anzahl % Anzahl % Anzahl %
Hagen 3.651 2.385 65,3 849 23,3 53 1,5 56 1,5 288 7,9 20 0,5 0 0,0
Hamm 2.899 1.739 60,0 747 25,8 62 2,1 56 1,9 288 9,9 7 0,2 0 0,0
Iserlohn 3.189 2.182 68,4 683 21,4 51 1,6 40 1,3 219 6,9 14 0,4 0 0,0
Meschede 2.096 1.205 57,5 658 31,4 43 2,1 42 2,0 136 6,5 12 0,6 0 0,0
Münster 2.895 1.843 63,7 600 20,7 103 3,6 47 1,6 295 10,2 7 0,2 0 0,0
Soest 2.195 1.312 59,8 622 28,3 30 1,4 56 2,6 161 7,3 14 0,6 0 0,0
                           
 
   
 
 
Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung, Erhebung zum 30. September 2011
                               

 

   

Die zehn am stärksten besetzten Ausbildungsberufe am 31.12.2010 in NRW

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Die zehn am stärksten besetzten Ausbildungsberufe am 31.12.2010 in NRW
weibliche Auszubildende männliche Auszubildende
Rang Ausbildungsberuf Auszu-
bildende
Rang Ausbildungsberuf Auszu-
bildende
1 Medizinische Fachangestellte 9 770 1 Kraftfahrzeugmechatroniker 11 869
2 Bürokauffrau 8 504 2 Industriemechaniker 10 407
3 Industriekauffrau 8 016 3 Anlagenmechaniker für
  Sanitär-, Heizungs- und
  Klimatechnik
8 103
4 Kauffrau im Einzelhandel 7 792 4 Elektroniker 7 710
5 Friseurin 7 455 5 Kaufmann im Einzelhandel 6 529
6 Verkäuferin 7 305 6 Fachinformatiker 5 927
7 Zahnmedizinische Fachangestellte 7 292 7 Industriekaufmann 5 923
8 Kauffrau für
  Bürokommunikation
5 506 8 Metallbauer 5 654
9 Fachverkäuferin im
  Lebensmittelhandwerk
5 214 9 Elektroniker für Betriebstechnik 5 456
10 Bankkauffrau 4 543 10 Zerspanungsmechaniker 5 406

Weiterhin traditionelles Berufswahlverhalten der Auszubildenden in NRW

Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2010 befanden sich in NRW 331 884 Personen in einer beruflichen Ausbildung im dualen System. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren dies 1,9 Prozent weniger als zwölf Monate zuvor. Wie schon in den Vorjahren ist dabei eine hohe Konzentration auf wenige Berufe festzustellen: 76,5 Prozent aller weiblichen und 63,7 Prozent der männlichen Auszubildenden verteilten sich auf jeweils nur 25 Ausbildungsberufe.

Auf die zehn am stärksten besetzten Ausbildungsberufe konzentrierten sich immerhin noch 55,2 Prozent aller weiblichen bzw. 36,0 Prozent der männlichen Auszubildenden.

Die meisten der 129 317 weiblichen Auszubildenden absolvierten eine Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten (9 770), gefolgt von den Bürokauffrauen (8 504) und den Industriekauffrauen (8 016). Bei den 202 567 männlichen Auszubildenden dominierte nach wie vor mit 11 869 die Berufsausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker. Auf Platz 2 folgten die Industriemechaniker (10 407) vor den Anlagenmechanikern für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (8 103).

Auffällig ist die Schwerpunktsetzung der ausländischen jungen Frauen bei der Berufswahl. 73 Prozent verteilten sich auf zehn (von ca. 350) verschiedene Ausbildungsberufe. Hier waren die Ausbildung zur Friseurin (1 265) sowie zur medizinischen und zahnmedizinischen Fachangestellten führend (978 bzw. 943). (IT.NRW)

(140 / 11) Düsseldorf, den 07. Juli 2011

 

   

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