Armutsgefährdung
Armutsgefährdung bei Geringqualifizierten weiter gestiegen
Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2009 war mehr als ein Drittel (36,1 Prozent) der Personen aus Haushalten von Geringqualifizierten von relativer Einkommensarmut betroffen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, variiert die Armutsgefährdungsquote stark mit der Qualifikation der Person, die im Haushalt das höchste Einkommen bezieht. Weist diese Person ein mittleres Qualifikationsniveau auf, so beträgt die Armutsgefährdungsquote 12,6 Prozent. Personen aus Haushalten von Hochqualifizierten sind nur zu 4,3 Prozent von relativer Einkommensarmut betroffen.
Die Unterschiede in der Armutsgefährdung haben sich seit 2005 vergrößert: Bei den Personen aus Haushalten von Geringqualifizierten ist die Armutsgefährdungsquote von 2005 bis 2009 gestiegen (von 31,7 Prozent auf 36,1 Prozent), bei den beiden Vergleichsgruppen blieb sie auf niedrigerem Niveau stabil.
Die Ergebnisse basieren auf Berechnungen von Information und Technik Nordrhein-Westfalen, die im Rahmen des Projekts "Sozialberichterstattung der amtlichen Statistik" durchgeführt wurden. Nach der Definition der Europäischen Union gelten Menschen als armutsgefährdet, die mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens (Median) der Bevölkerung, hier dem mittleren Einkommen in NRW, auskommen müssen. 2009 lag die Armutsgefährdungsschwelle laut Mikrozensus für Ein-Personen- Haushalte bei 796 Euro. (IT.NRW)













bfw